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Über Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳)

Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳)
Die Kampfkunst des Himmels und des Feuers

Das Ideal des Kung Fu (功夫) Meisters

Bereits vor mehr als 2.500 Jahren beschrieb der ehrenhafte Konfuzius ein Ideal des Kung Fu (功夫) Meisters, das bis heute nichts an seiner Bedeutung verloren hat:

Er ist ein Mensch voller Kraft und Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Weisheit, Bescheidenheit, Vollkommenheit und Mitgefühl.

Bleiben Sie diesem Ideal treu!

Die Wurzeln eines Meisterwerkes (乾 離 詠 春 拳)

Betrachtet man die mehr als 4.000 Jahre alte chinesische Kultur, wird deutlich, welch außerordentlich umfangreicher Wissens- und Erfahrungsschatz sich im Verlauf ihrer Geschichte entwickelt und über Generationen hinweg erhalten hat.

Bis heute sind zahlreiche dieser Erkenntnisse der modernen westlichen Welt nur fragmentarisch zugänglich, während bestimmte Inhalte in ihrer ursprünglichen, klassischen Form aus historischen, kulturellen und traditionsbedingten Gründen nur eingeschränkt oder gar nicht erschlossen werden können.

Zudem ist heute weithin anerkannt, dass zahlreiche grundlegende Erfindungen, Erkenntnisse und kulturelle Errungenschaften in den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften sowie in den Künsten ihren Ursprung in der chinesischen Kultur haben.

Bereits damals bestand in China das Bewusstsein, dass persönliche Weiterentwicklung und nachhaltiger Erfolg nicht auf einzelne Wissensgebiete beschränkt werden konnten. Vielmehr mussten eine umfassende Lebensphilosophie, Erkenntnisse aus den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften, eine praxisbezogene Gesundheitslehre sowie unterschiedliche Künste gleichermaßen studiert und praktiziert werden. Zu diesen zählten neben Literatur und Schriftkultur (文), Malerei (畫), Musik (樂) und Kalligraphie (書法) auch die Kampf- und Kriegskünste (武藝 und 兵法).

Dieser Erkenntnis folgend wurde im Verlauf der Jahrtausende ein System entwickelt und weitergeführt, das heute unter dem Namen Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) – Die Kampfkunst des Himmels und des Feuers bekannt ist.

Auch gegenwärtig werden bestimmte Bereiche dieses Systems in China aus unterschiedlichen historischen, kulturellen, sozialen und individuellen Gründen nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich gemacht.

Die Weitergabe erfolgt teilweise innerhalb familiärer Traditionslinien, in denen das überlieferte Wissen praktiziert, bewahrt, kontrolliert vermittelt und nur unter bestimmten Voraussetzungen an nachfolgende Generationen weitergegeben wird.

In einer dieser familiären Traditionslinien erlernte Meister Dr. M.Freiberg diese Lehre und brachte sie nach Europa.

Amir Šujić wurde von Meister Dr. M.Freiberg umfassend unterrichtet und ausgebildet.

Auf dieser Grundlage gründete er in Bosnien und Herzegowina die International World Qian Li Wing Chun Chuan Martial Arts Family | I.W.Q.L.W.C.C.M.A.F. (世 界 乾 離 詠 春 拳 武 術 家 族), um die Lehre in ihrer ursprünglichen und authentischen Form zu bewahren, fortzuführen und in Bosnien und Herzegowina, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika weiterzugeben.

Qian (乾) Li (離)

Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) ist Wing Chun Chuan in seiner ursprünglichen und authentischen Form.

In der heutigen Bezeichnung findet die überlieferte Kunst ihren unverwechselbaren Ausdruck, während ihre Lehre, ihre Prinzipien und ihre Traditionslinie unverändert fortleben.

Die Bezeichnung Qian (乾) Li (離) führt zu zwei der acht Trigramme des Pa Kua (八卦), einer der grundlegenden Ordnungslehren des Systems:

  • Qian (乾) (☰) – Himmel
  • Li (離) (☲) – Feuer

Qian (乾) (☰) steht für den Himmel, Li (離) (☲) für das Feuer. In ihrer Verbindung tragen beide Trigramme jene Bilder in den Namen hinein, aus denen sich die Bezeichnung „Die Kampfkunst des Himmels und des Feuers“ unmittelbar erschließt.

Für Meister Dr. M.Freiberg tragen Qian (乾) (☰) und Li (離) (☲) eine weit über ihre allgemeine Bedeutung hinausreichende persönliche und biografische Dimension.

Innerhalb jener Familie, in der er die Lehre des Wing Chun Chuan erlernte, wurden ihm diese beiden Trigramme, der Tradition entsprechend, als Name verliehen. Sie bezeichnen nicht allein seine Zugehörigkeit zur überlieferten Lehre, sondern bringen zugleich jene Eigenschaften, Wesenszüge und inneren Haltungen zum Ausdruck, die seine Persönlichkeit in besonderer Weise kennzeichnen und abbilden.

Auf diese Weise wurden Qian (乾) (☰) – der Himmel und Li (離) (☲) – das Feuer zu einem Namen, der persönliche Bedeutung und überlieferte Tradition miteinander verbindet.

Aus dieser Verbindung entstand die Bezeichnung:

(乾 離 詠 春 拳)
Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. – Die Kampfkunst des Himmels und des Feuers

Die beiden ersten Zeichen des Namens tragen damit die Bedeutung Himmel und Feuer in sich und geben zugleich jener Bezeichnung ihren Ausdruck, unter der die überlieferte Kunst heute in Erscheinung tritt:

Qian Li Wing Chun Chuan – Die Kampfkunst des Himmels und des Feuers.

In diesem Namen verbinden sich die Bedeutung der beiden Trigramme, die persönliche Traditionslinie Meister Dr. M.Freibergs und die überlieferte Kunst des Wing Chun Chuan zu einer unverwechselbaren Einheit.

Qian (乾) Li (離) bezeichnet dabei keinen Neubeginn der Kunst, sondern gibt jener Lehre ihren Namen, die Meister Dr. M.Freiberg innerhalb seiner Traditionslinie in ihrer ursprünglichen und authentischen Form erlernte, praktiziert und weitergibt.

So findet die überlieferte Kunst in der Bezeichnung Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) ihren eigenen Ausdruck, ohne ihren Ursprung, ihre Prinzipien oder ihre Traditionslinie zu verändern.

Im Gegenteil – in allen Facetten wird konsequent an der ursprünglichen Lehre festgehalten.

Zu seinen zentralen Aufgaben gehört darüber hinaus, darüber zu wachen, dass Wing Chun in seiner authentischen Überlieferung bewahrt und weitergegeben wird.

Dieser Anspruch kommt in der klassischen Wendung Wing Chun Chuen Jing Tung (詠 春 傳 正 統) – zum Ausdruck.

(詠春) – Wing Chun
bezeichnet Wing Chun selbst, also die überlieferte Kampfkunst beziehungsweise Lehre.

(傳) – Chuen
bedeutet überliefern, weitergeben oder forttragen und bezeichnet die Weitergabe einer Lehre oder Tradition.

(正統) – Jing Tung
bezeichnet die rechtmäßige, orthodoxe und authentische Traditionslinie beziehungsweise Überlieferung.

Sinngemäß bedeutet die Wendung:

(詠 春 傳 正 統) – Wing Chun Chuen Jing Tung

„Wing Chun in seiner authentischen Tradition bewahren und weitergeben.“

(kantonesische Aussprache; traditionelle, im Kampfkunstumfeld gebräuchliche Umschrift)

Grundverständnis des Systems | Systemrelevante Architektur

Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) Systemarchitektur

Die Lehre des Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) entfaltet sich aus einem zusammenhängenden Ordnungs- und Wirkungsverständnis, in dem Prinzip und Erkenntnis, Wandel und Wirkung, Theorie und Praxis zu einem geschlossenen Ganzen verbunden sind.

Wissensgrundlagen und Quellen

Die Wissensgrundlage des Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) gründet auf unterschiedlichen, miteinander verbundenen Wissens- und Überlieferungstraditionen:

  • klassische chinesische Wissenschaften
  • klassische Wissenschaften
  • taoistische Wissenschaften und Erkenntnistraditionen
  • klassische Schriften und Werke
  • historische Lehren und Überlieferungen
  • mündliche Überlieferungen

Die klassische chinesische Wissenschaften

Die modernen Wissenschaften eröffnen die Möglichkeit, überlieferte Erkenntnisse mit heutigen wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen, genauer zu beschreiben und zu bestätigen.

Die taoistischen Wissenschaften und Erkenntnistraditionen bilden einen wesentlichen historischen und systematischen Bezugsrahmen der Lehre.

Die klassischen Schriften und Werke bewahren grundlegende Erkenntnisse, Ordnungsmodelle und Lehrinhalte in schriftlicher Form.

Historische Lehren und Überlieferungen sowie die traditionsgerechte, familiäre mündliche Weitergabe tragen Wissen, Erfahrungen und Lehrinhalte über Generationen hinweg weiter.

Diese unterschiedlichen Wissens- und Überlieferungsquellen bilden gemeinsam den Erkenntnisrahmen, innerhalb dessen die Lehre des Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) verstanden, geordnet, vermittelt und praktisch angewendet wird.

(Diese Praktiken werden streng gehütet und geheim gehalten, ausschließlich innerhalb des Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) praktiziert und in ihrer ursprünglichen Form nur an ausgewählte Personen weitergegeben.)

(Auch die Kampf- und Kriegskunsttechniken des Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) unterliegen diesen Gesetzmäßigkeiten und sind nach ihnen konzipiert.)

Einheit der Theorie und Praxis

Im Zentrum steht eine innere Architektur, deren Ebenen aufeinander bezogen sind, ineinandergreifen und eng miteinander verflochten sind.

  • Tao (道) steht als übergeordnetes Prinzip für Ordnung, Wandel und Zusammenhang.
  • Qi (氣) bezeichnet das grundlegende Prozess-, Handlungs- und Wirkprinzip, durch das sich Veränderung, Wechselwirkung und Wirkung konkret vollziehen.

(Diese Praktiken werden streng gehütet und geheim gehalten, ausschließlich innerhalb des Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) praktiziert und in ihrer ursprünglichen Form nur an ausgewählte Personen weitergegeben.)

(Auch die Kampf- und Kriegskunsttechniken des Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) unterliegen diesen Gesetzmäßigkeiten und sind nach ihnen konzipiert.)

Darauf gründen miteinander verbundene fünf Ordnungslehren, durch die Gesetzmäßigkeiten, Beziehungen und Prozesse beschrieben und verstanden werden:

  • Tai Chi (太極 ) – Das „höchste Äußerste“
  • Yin–Yang (陰陽) – komplementäre, polare Wirkprinzipien
  • Wu Xing (五行) – Die fünf Wandlungsphasen
  • Pa Kua (八卦) – Die acht Trigramme
  • I Ging (易經) – Der Klassiker der Wandlungen

Sie stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern bilden ein zusammenwirkendes Gefüge, in dem jede Lehre mit den anderen Lehren verbunden ist.

(Diese Praktiken werden streng gehütet und geheim gehalten, ausschließlich innerhalb des Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) praktiziert und in ihrer ursprünglichen Form nur an ausgewählte Personen weitergegeben.)

(Auch die Kampf- und Kriegskunsttechniken des Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) unterliegen diesen Gesetzmäßigkeiten und sind nach ihnen konzipiert.)

Innerhalb dieses Gesamtgefüges treten fünf Lehr- und Erscheinungsformen hervor, in denen bestimmte Aspekte des Systems erfahrbar, vermittelbar und praktisch umgesetzt werden:

  • Qi Kung (氣功) – „Arbeit mit Qi“
  • Nei Kung (內功) – „innere Arbeit“
  • Chen Tai Chi Chuan (陳氏太極拳) – „klassisches Tai Chi Chuan der Familie Chen“ | „klassische Traditionslinie Chen“
  • Pa Kua Chang (八卦掌) – wörtlich „Handfläche der acht Trigramme“
  • Xing Yi Chuan (形意拳) – „Faustkunst der Form und Intention“

(Diese Praktiken werden streng gehütet und geheim gehalten, ausschließlich innerhalb des Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) praktiziert und in ihrer ursprünglichen Form nur an ausgewählte Personen weitergegeben.)

(Auch die Kampf- und Kriegskunsttechniken des Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) unterliegen diesen Gesetzmäßigkeiten und sind nach ihnen konzipiert.)

Aus denselben Grundlagen entfalten sich darüber hinaus die acht Ausdrucksformen des Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳), in denen die Prinzipien des Systems in unterschiedlichen Zusammenhängen und Schwerpunktsetzungen hervortreten:

So entstand ein Gefüge, in dem Theorie und Praxis, Erkenntnis und Anwendung, Ordnung und Wirkung nicht voneinander getrennt werden.

„Jede Ebene eröffnet einen eigenen Zugang zum Ganzen, steht mit den anderen in Beziehung und erhält ihre Bedeutung erst innerhalb dieses Zusammenhangs.“

Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳)
setzt dieses Gesamtgefüge in die Praxis um

Darin liegt ein wesentlicher Schlüssel zum Verständnis des Systems:

Es sind verschiedene Erscheinungsformen desselben Ganzen.

Aus dieser Verbindung heraus wird jener Grundgedanke sichtbar, der das Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) in besonderer Weise prägt:

Alles hängt mit allem zusammen – Alles wirkt im Ganzen – Alles ist eins

Die taoistische „Kette“ umfasst:

A – (81) Perlen - (81) Paläste des Wissens und des Könnens | der Theorie und der Praxis

B – (108) Drachen des Wissens und des Könnens | der Theorie und der Praxis

In der überlieferten Lehre repräsentieren die (108) Perlen das gesamte manifestierte Universum in all seinen Aspekten.

Jede einzelne Perle steht zugleich für einen Bestandteil des überlieferten Wissens und erhält ihre Bedeutung und ihrer Einzigartigkeit gerade aus ihrer Verbindung mit allen anderen.

Die (81) Perlen verweisen auch auf die innere Ordnung und Wandlung dieses Ganzen.

Die Paläste des Wissens und des Könnens – 九宮 (Jiu Gong)

Die (81) Perlen des Wissens und des Könnens lassen sich aus einer geschlossenen Struktur herleiten:

Tai Chi (太極 ) – Das „höchste Äußerste“

→ Yin–Yang (陰陽) – komplementäre, polare Wirkprinzipien

→ Si Xiang (四象) – Vier Erscheinungen

→ Pa Kua (八卦) – Die acht Trigramme

→ Jiu Gong (九宮) – Neun Paläste → (81)

Die neunfache Entfaltung dieser Neunerordnung ergibt (9) × (9) = (81)

Yin–Yang (陰陽) → (2)³ = (8) Pa Kua (八卦) → (8) + Zentrum = (9) Jiu Gong (九宮) → (9)² = (81)

„Das Yang erreicht in der Neun sein Äußerstes.“ – (陽極於九)

Der klassische I Ging (易經) Satz lautet:

易有太極,是生兩儀,兩儀生四象,四象生八卦

Sinngemäß:

Aus dem Tai Chi (太極) entstehen die zwei Grundformen Yin (陰) und Yang(陽),

- daraus die Vier Erscheinungen(四象),

- daraus die acht Trigramme – Pa Kua (八卦).

Mathematische Herleitung

Yin–Yang (陰陽) = (2) Erscheinungen (0) (1)

Ordnungsmöglichkeiten = (3) Linien

Für Variationen mit Wiederholung gilt allgemein:

V′(k, n) = kⁿ

Damit ergibt sich:

V′(2, 3) = (2)³ = (8)

Aus den Kombinationen von Yin (陰) und Yang (陽) entstehen damit die acht Trigramme des Pa Kua (八卦).

Entscheidend für die (81) ist der nächste Schritt: Die acht Trigramme werden den acht Richtungen zugeordnet.

Zusammen mit dem Zentrum entstehen die Neun Paläste des Wissens und des Könnens – Jiu Gong (九宮).

(8) Pa Kua (八卦) + (1) Zentrum = (9) Jiu Gong (九宮)

Die neunfache Entfaltung dieser Neunerordnung ergibt:

(9) × (9) = (9)² = (81)

In der kombinatorischen Darstellung gilt damit:

k = (9), n = (2)

V′(9, 2) = (9)² = (81)

Die Struktur lässt sich somit zusammenfassend darstellen als:

Yin–Yang (陰陽) → (2)³ = (8) Pa Kua (八卦) → (8) + Zentrum = (9) Jiu Gong (九宮) → (9)² = (81)

Yin (陰) und Yang(陽) bilden die beiden grundlegenden Erscheinungsformen.

Aus ihren Kombinationen entstehen die acht Trigramme des Pa Kua (八卦).

Die acht Trigramme ordnen sich um ein Zentrum und bilden mit diesem die Neun Paläste (九宮).

Die neunfache Entfaltung dieser Neunerordnung ergibt (9) × (9) = (81)

Die besondere Bedeutung dieser Zahl findet sich auch in dem taoistischen Text, den 81 Wandlungen Laozis (老子八十一化).

Es heißt:

„Das Yang erreicht in der Neun sein Äußerstes.“ – (陽極於九)

Unmittelbar danach wird „neun mal neun ergibt einundachtzig“ – (九九八十一) verwendet, um einen vollständig durchlaufenen kosmischen Zyklus zu beschreiben.

Die (81) bezeichnet nicht einfach irgendeine Menge, sondern steht innerhalb eines taoistischen kosmologischen Zusammenhangs für die Vollendung eines Zyklus und die anschließende Rückkehr zum Ursprung.

Damit ergibt sich eine geschlossene, universelle Struktur:

Yin (陰)und Yang(陽) bilden die beiden grundlegenden Erscheinungsformen.

Aus ihren Kombinationen entstehen die acht Trigramme des Pa Kua (八卦).

Die acht Trigramme ordnen sich um ein Zentrum und bilden mit diesem die Neun Paläste (九宮).

Die neunfache Entfaltung dieser Neunerordnung ergibt (9) × (9) = (81).

Bei den Systemen und Ordnungen, die sich entsprechend dem Pa Kua (八卦) in acht (8) gliedern lassen, kann zwischen naturwissenschaftlich eindeutigen und kulturell-symbolischen Beispielen unterschieden werden.

  • Acht (8) Planeten des Sonnensystems: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun.
  • Acht (8) Trigramme des Pa Kua (八卦): Qian, Dui, Li, Zhen, Xun, Kan, Gen, Kun.
  • Acht (8) Hauptrichtungen: Norden, Nordosten, Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten.
  • Acht (8) Hauptphasen des Mondes: Neumond, zunehmende Sichel, erstes Viertel, zunehmender Dreiviertelmond, Vollmond, abnehmender Dreiviertelmond, letztes Viertel, abnehmende Sichel.
  • Acht (8) Töne einer Oktave, wenn Grundton und Oktavton mitgezählt werden: z. B. C–D–E–F–G–A–H–C. Streng genommen sind es dabei allerdings nur (7) verschiedene Tonstufen, weil der achte Ton die Wiederholung des Grundtons in höherer Lage ist.
  • Acht (8) Ecken eines Würfels.
  • Acht (8) Flächen eines Oktaeders.
  • Acht (8) Elektronen können die zweite Elektronenschale im einfachen Schalenmodell vollständig besetzen; daher die bekannte Oktettregel der Chemie.
  • Acht (8) Zähne des Menschen pro Quadrant beim vollständigen menschlichen Erwachsenengebiss einschließlich Weisheitszahn: (2) Schneidezähne, (1) Eckzahn, (2) Prämolaren, (3) Molaren.

Von besonderer Bedeutung

Yin–Yang → (2)³

Acht (8) Pa Kua (八卦)

Acht (8) Trigramme → (8) Richtungen

Acht (8) Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) Systematik

Acht (8) Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) Grundtechniken

Acht (8) Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) Waffen- und waffenlose Formen

Acht (8) Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) Armkampftechniken

Acht (8) Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) Beinkampftechniken

Acht (8) Richtungen + (1) Zentrum = (9) Jiu Gong (九宮)

Kombinatorische Struktur des Yin–Yang (陰陽) und seine mathematischen Erscheinungsformen

Ursprung und Entwicklung

Klassisches Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳)

Die Geschichte des Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) – der Kampfkunst des Himmels und des Feuers – ist einzigartig.

Noch nie war etwas zugleich so verborgen und dennoch so bekannt.

Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) entstand weder aus Zufall noch aus müßiger Meditation und ebenso wenig aus der bloßen Nachahmung tierischer Bewegungen oder Kämpfe. Seine Entstehung war vielmehr das Ergebnis eines bewusst verfolgten Strebens nach höchster Erkenntnis und größtmöglicher Wirksamkeit.

Über Generationen hinweg vereinten sich darin das Wissen und die Erfahrung außergewöhnlicher Wissenschaftler, Denker und Philosophen, Kämpfer und Krieger, Prinzen und Generäle. In einer einzigartigen Symbiose von Theorie und Praxis verbanden sich dabei, verdichtete Systematik, intellektuelle Erkenntnis, systematische Beobachtung, praktische Erfahrung und unmittelbare Erprobung zu einem geschlossenen Ganzen.

So entstand kein bloßes Kampfsystem, sondern die Verdichtung des Wissens, der Erfahrungen und Prinzipien einer über mehr als 4.000 Jahre gewachsenen chinesischen Kultur – ein System, in dem Denken und Handeln, Theorie und Praxis sowie Erkenntnis und Anwendung zu einer untrennbaren Einheit verschmolzen.

Um dies besser nachvollziehen zu können, versuchen wir, uns in die damalige Zeit hineinzuversetzen.

Der Anspruch an ein vollkommenes System

Aus der Notwendigkeit heraus, sich gegen jegliche Angreifer wirksam schützen zu können, musste ein System entwickelt werden, das den damals bekannten Kampf- und Kriegskünsten überlegen war.

Analyse der bestehenden Kampfkunstsysteme

Folgerichtig begann die Entwicklung mit einer konsequenten und möglichst lückenlosen Analyse der bereits bestehenden Systeme.

Die Untersuchungen legten jeweils die spezifischen Vor- und Nachteile der bestehenden Systeme offen.

Harte und weiche Kampfkünste

Sogenannte „harte Kampfkünste“

Sogenannte „harte Kampfkünste“, vergleichbar etwa mit dem heute bekannten japanischen Karate, zeichneten sich durch große Kraft und Explosivität aus.

Da hierfür jedoch häufig ein erheblicher Anteil der eigenen Körpermasse dynamisch in Bewegung gesetzt wurde, konnten sich aus dieser Bewegungsstruktur zugleich Situationen ergeben, in denen die Anwender leichter verletzbar waren.

Sogenannte „weiche Kampfkünste“

Sogenannte „weiche Kampfkünste“, vergleichbar etwa mit dem heute bekannten Tai Chi, verfügten nach damaliger Einschätzung nicht über eine ausreichende unmittelbare Durchsetzungskraft, um einen Kampf wirkungsvoll zu beenden.

Die Verbindung ihrer Prinzipien

Ein vollkommenes Kampfsystem musste, so die Erkenntnis der taoistischen Weisen, so konzipiert sein, dass es die Vorteile beider Kampfkunstarten in sich vereinte und deren jeweilige Nachteile weitestgehend eliminierte.

Dementsprechend erkannten die Weisen, dass eine vollkommene Kampfkunst die Schlagkraft und Explosivität der harten Systeme mit der Beweglichkeit und Geschmeidigkeit der weichen Systeme verbinden musste. Sie sollte in der Lage sein, einen Kampf mit großer Wirksamkeit zu beenden und zugleich genügend Flexibilität bewahren, um sich veränderten Situationen unmittelbar anzupassen.

Die Techniken mussten daher so konzipiert sein:

  • dass der Praktizierende sein Ziel auf direktem und effizientem Weg erreichen konnte,
  • dass der Praktizierende bei möglichen auftretenden Hindernissen schnell eine alternative Handlungsmöglichkeit finden konnte,
  • dass der Praktizierende eine begonnene Aktion fortführen, sich der neuen Lage anpassen und sich in eine Lage versetzt, in der er die einmal begonnene Aktion erfolgreich abschließen konnte.

Dieses Prinzip ist im Qian Li Wing Chun Chuan (乾 離 詠 春 拳) als Interruptionsprinzip bekannt und wird dort systematisch praktiziert.

Sie beschlossen zudem, dass die Techniken in kontinuierlichen, unmittelbar aufeinanderfolgenden Bewegungsabläufen ausgeführt werden sollten. Dabei gingen sie davon aus, dass bereits der erste physische Kontakt innerhalb einer Auseinandersetzung genutzt werden kann, um den Gegner hinsichtlich seiner Struktur, Bewegung und Reaktion zu erfassen, sein Gleichgewicht zu stören, ihn in unterschiedlichem Ausmaß zu verletzen oder die Auseinandersetzung konsequent zu beenden.

  • Qi Sao Kung (氣手功) – umfassende Lehre, Kultivierung und praktische Anwendung des Qi (氣) als universelle Vektorgröße (auch in den Kampfkünsten)
  • Qi Kung (氣功) – „Arbeit mit Qi“
  • Nei Kung (內功) – „innere Arbeit“

(Diese Praktiken werden streng gehütet und geheim gehalten, ausschließlich innerhalb des Qian Li Wing Chun Chuan | Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) praktiziert und in ihrer ursprünglichen Form nur an ausgewählte Personen weitergegeben.)

(Auch die Kampf- und Kriegskunsttechniken des Q.L.W.C.C. (乾 離 詠 春 拳) unterliegen diesen Gesetzmäßigkeiten und sind nach ihnen konzipiert.)

Theoretische Grundlagen

Als theoretische Grundlage dieses anspruchsvollen Vorhabens sollte das umfassende Wissen der chinesischen Philosophie, Medizin (醫學), Alchemie (丹道) sowie der Kampf- und Kriegskünste (武藝 und 兵法) dienen.

Darüber hinaus wurden auch Erkenntnisse aus den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften sowie aus den Künsten (藝) in die Entwicklung einbezogen.

Die Entwicklung im taoistischen Kloster

Den Worten folgten Taten. In der Abgeschiedenheit des taoistischen Klosters begann die systematische Entwicklung jener Kampf- und Kriegskunst, die über Generationen weiterentwickelt, bewahrt und schließlich als Wing Chun Chuan überliefert wurde.

Geschichte und Überlieferung

Schriftlich überlieferte Lehre

Mündlich überlieferte Lehren

Historische Wissensbestände

Bewahrung des Systems im taoistischen Kloster

Über einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren blieb das System innerhalb des taoistischen Klosters bewahrt. Die vollständige Lehre war dabei nur einem eng begrenzten Kreis zugänglich und wurde insbesondere von den jeweiligen Oberhäuptern des Klosters weitergetragen.

Mit der Zerstörung des Klosters endete diese jahrhundertelange abgeschlossene Überlieferung. Die Überlebenden zerstreuten sich; einige fanden Zuflucht in anderen religiösen Gemeinschaften und Klöstern. Ng Mui gelangte auf diesem Weg in ein buddhistisches Kloster, in dem sie zunächst Schutz fand.

Als auch diese Zuflucht nicht mehr sicher war und das Kloster angegriffen und dank den Verrätern aus dem Kloster verbrannt wurde, musste Ng Mui erneut fliehen.

In der traditionellen Überlieferung wird dieses Ereignis in die Regierungszeit des Qing-Kaisers Kangxi eingeordnet und häufig mit dem Jahr 1674 verbunden.

Ng Mui gehörte zu den Überlebenden. Sie gilt als die einzige Überlebende jener Personen, die die vollständige Lehre des Systems beherrschten.

Das Kloster Weißer Kranich (白鶴觀)

Nach ihrer Flucht gelangte Ng Mui nach Südwestchina und fand im Kloster „Weißer Kranich“ (白鶴觀) im Gebiet des Tai-Leung- beziehungsweise Daliang-Gebirges nahe der Grenze zwischen Sichuan und Yunnan Zuflucht.

In der Abgeschiedenheit des Klosters konnte sie die überlieferte Lehre weiter bewahren und praktizieren.

Yim Wing Chun und Leung Bok Chau

Um das überlieferte Wissen zu bewahren und die Kunst vor dem Verschwinden zu schützen, entschloss sich Ng Mui schließlich, ihr Wissen weiterzugeben. Nach der Überlieferung lernte sie am Fuße des Gebirges ein junges Mädchen namens Yim kennen, nahm es in ihre Obhut und unterrichtete es über Jahre hinweg. Schließlich übertrug sie ihr die vollständige Lehre und gab ihr den Namen Yim Wing Chun.

Entgegen der weitverbreiteten Auffassung, die Kampfkunst sei nach diesem Mädchen benannt worden, besagt diese Überlieferung das Gegenteil:

Nicht die Kunst erhielt ihren Namen von Yim Wing Chun, sondern das Mädchen wurde nach der bereits bestehenden Kampfkunst benannt.

Yim Wing Chun blieb bis zu Ng Muis Tod bei ihr. Anschließend verließ sie das Kloster und zog durch das Land. Damit verließ auch die überlieferte Lehre erstmals wieder dauerhaft den Schutz des Klosters.

Der Überlieferung zufolge war Yim Wing Chun für ihre außergewöhnlichen kämpferischen Fähigkeiten bekannt.

Männern, die um ihre Hand warben, stellte sie eine ungewöhnliche Bedingung:

Nur derjenige, der sie im Kampf besiegen könne, sollte sie heiraten dürfen.

Eines Tages begegnete sie bei einem Turnier Leung Bok Chau, einem wohlhabenden und angesehenen jungen Geschäftsmann aus Fatschan. Er galt als erfahrener Kung Fu Kämpfer und war in den Norden gereist, um jene berühmte Kämpferin kennenzulernen, von deren Fähigkeiten er bereits gehört hatte.

Als die beiden einander begegneten, entstand der Überlieferung zufolge auf beiden Seiten eine unmittelbare Zuneigung. Leung Bok Chau nahm Yim Wing Chuns Herausforderung an und trat gegen sie an – und gewann!

Lange Zeit war er davon überzeugt, dieser Sieg sei Ausdruck seiner überlegenen Kampfkunst gewesen. Schließlich offenbarte Yim Wing Chun ihm jedoch, dass sie bei ihrer ersten Begegnung bewusst verloren hatte, weil sie sich bereits damals zu ihm hingezogen gefühlt hatte.

Leung Bok Chau wollte dies zunächst nicht glauben. Überzeugt von der Überlegenheit seines eigenen Kung-Fu-Wissens und Könnens nahm er eine erneute Herausforderung an.

Dieses Mal verlor er.

Auch eine zweite Revanche endete mit einer Niederlage,

…und beim dritten Versuch besiegte ihn Yim Wing Chun erneut souverän.

Erst dadurch erkannte Leung Bok Chau, dass sein ursprünglicher Sieg nicht auf einer tatsächlichen kämpferischen Überlegenheit beruhte.

Die Erkenntnis, dass Yim Wing Chun ihm damals aus freiem Entschluss den Sieg überlassen hatte, vertiefte seinen Respekt und seine Zuneigung zu ihr.

Daraufhin bat er sie, ihn in die Geheimnisse dieser kostbaren Lehre einzuweihen.

Mit der Weitergabe an Leung Bok Chau begann eine neue Phase der Überlieferung:

Die zuvor über Jahrhunderte innerhalb der Klöster bewahrte Lehre wurde nun außerhalb ihrer Mauern an die folgenden Generationen weitergegeben.

Die Bewahrung der Traditionslinie

Das überlieferte Wissen wurde auch in den folgenden Generationen innerhalb der Traditionslinie bewahrt und weitergegeben.

Auf diese Weise blieb die Lehre über die Generationen hinweg in einer fortlaufenden Linie erhalten und so wird es auch zukünftig sein.

Im Laufe der Zeit „öffneten“ sich einzelne Traditionslinien und Familienverbände auch für ausgewählte Personen außerhalb des eigenen familiären Kreises.

Die Lehre wurde an denjenigen weitergegeben der in der Lage war:

  • die komplexe chinesische Kultur zu verstehen,
  • die theoretischen Grundlagen zu erfassen,
  • philosophische und ethische Grundsäulen zu verinnerlichen,
  • diese in der Praxis anzuwenden und
  • die überlieferte Lehre bis zur Meisterschaft (功夫) zu beherrschen.

Der Zugang zur Lehre blieb jedoch an strenge Voraussetzungen gebunden. Nur unter besonderen Bedingungen und nach sorgfältiger Auswahl wurde Außenstehenden gestattet, in die überlieferte Lehre aufgenommen und darin unterrichtet zu werden – mit dem Ziel, sie zu erlernen, zu praktizieren und in ihrer authentischen Form weiterzugeben.

Stammbaum

Mindestens zwei Zeichen.